Historie, Philosophie & Leitfaden

Kino-Hotel Meyer – Das Gefühl Zuhause zu sein.

Unsere Gäste sind die Hauptdarsteller, wir die Regisseure. Genau nach diesem Motto begrüßen wir Sie als Stars am Set in unserem Kino-Hotel!

Genießen Sie Ihren Aufenthalt am Rande des Alten Landes in einem unserer 43 Hotelzimmer und Suiten, die mit viel Liebe, individuell und außergewöhnlich eingerichtet und ausgestattet sind. Das Highlight unseres Hauses sind die Harsefelder Lichtspiele – ein historisches Kino mit modernster Technik und preisgekrönter Filmauswahl. Ob ein romantischer Abend zu Zweit, ein Ausflug in die Kinogeschichte mit Freunden oder Ihr Event im Kino, erleben Sie die historische Kulisse dieses außergewöhnlichen Kinos in all seinen Facetten.


Historie

Historie

2020

2020

Nun hält die Corona-Pandemie die Kino-Säle in aller Welt geschlossen. Die allgegenwärtige
Lethargie wurde in der Marktstraße jedoch kurzerhand aus dem Saal gebeten, denn die
Pläne für eine Rundum-Restaurierung des Kinos lagen bereits in der Schublade.
Über einen großen Artikel im Stader Tageblatt wurden insbesondere die Gäste der umliegenden Region eingeladen, sich die ausgedienten Kinosessel und somit ein kleines
Stück Harsefelder Ortsgeschichte nach Hause zu holen. Die überwältigenden 467 Anfragen toppte lediglich ein Anruf aus Rosengarten: Das Freiluftmuseum am Kiekeberg meldete Interesse, die vollständige Kino-Einrichtung – u.a. Sitzreihen, Tische, Wandbespannung – sowie Leinwand und Projektionstechnik für seine Besucher auszustellen. Originale Zeitdokumente wie Abspielverträge und
Filmabrechnungen der letzten 90 Jahre sollten die Ausstellung komplettieren. Und genau so kam es: Der Startschuss für den Bau der
Ausstellung fiel im Sommer 2021.
Im mittlerweile leeren Saal der Lichtspiele begannen nun die Restaurierungsarbeiten. Jedes einzelne Teil des neuen Interieurs wurde dabei exklusiv für die Harsefelder Lichtspiele maßgefertigt –
angefangen bei den originalgetreuen Sitzreihen aus Norwegen, über die individuell geschreinerten
Echtholz-Tische, die textile Wandbespannung, bis hin zum goldfarbenen Vorhang. Die historischen
Säulen und Türfassungen des Saals wurden in mühevoller Handarbeit aufgearbeitet, um die antiken Bauteile in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Dabei hielten 90 Jahre Kinogeschichte natürlich
zahlreiche Überraschungen bereit. So fand sich hinter der Leinwand ein Messing-Kronleuchter, der
schätzungsweise 80 Jahre unbemerkt hinter den Kulissen lag und seither das Bühnenzimmer neben
der Leinwand schmückt. Wo der Leuchter früher einmal hing, bleibt ein Rätsel.
Man könnte noch etliche Anekdoten erzählen, denn die Restaurierung, die Sie gerade in 30 Sekunden nachgelesen haben, beanspruchte in Wirklichkeit einen Zeitraum von stolzen 6,5 Monaten. Das
unterstreicht, mit welcher Hingabe dieser zauberhafte Ort gleichermaßen erhalten, gepflegt und weiterentwickelt wird. Nach einer schier nicht enden wollenden Zeit der pandemiebedingten Schließung
öffnete sich am 1. Juli 2021 der goldene Vorhang erstmals wieder für Besucher – „Film ab!“ für den
neuen alten Saal der Harsefelder Lichtspiele.

2010

in den 2010er

Jahren wurde Kino digital. Eine branchenweite Entwicklung, der
sich die Lichtspiele nicht entziehen konnten und das Kino mit
neuen Projektoren und Tontechnik ausstatteten. Die 35mm-Rolle
mochte ausgedient haben, doch in Harsefeld wurden keine Mühen gescheut, die einzigartige Atmosphäre beizubehalten. So
kamen die Kinokarten weiterhin von der Rolle – unverändert seit
1928. Das zahlte sich aus, denn der nostalgische Charme mit Service am Platz begeisterte die Presse und diente als Story-Aufhänger für regelmäßige Berichterstattung in Zeitung und Fernsehen.
Die Folge war ein stets ausverkaufter Saal und eine erfüllte Macherin, die 2016 schließlich an ihren Sohn Klaus Martin übergab.
Dieser setzte mit dem 1. Harsefelder Open Air Kino seinen ersten persönlichen Meilenstein. Die Lautstärkeregler standen auf Anschlag als
kurz vor Mitternacht die 18-minütige Live Aid-Szene der Queen-Verfilmung „Bohemian Rhapsody“ lief. 500 Gäste kamen für das gefeierte Queen-Biopic in den Harsefelder Klosterpark. Am nächsten Tag
fiel das Open Air Kino aus. Es regnete – u.a. Kino-Freikarten, denn alle
Nachbarn, die sich über den Lärm vom Vorabend beschwerten, wurden freundlich eingeladen, die beeindruckende Szene selbst einmal
zu erleben.

2006

2006

Im gleichen Jahr Auszeichnungen von nordmedia und das Ganze auch in den Folgejahren! Seit 2006 erhielten das Kino den Preis von Bernd Neumann, Beauftragter des Bundesministeriums für Kultur und Medien. Mittlerweile erfreut sich das Kino über Besucher aus dem ganzen Landkreis bis zur Elbe Richtung Hamburg, sogar ein Freundeskreis aus Kiel trifft sich seit vielen Jahren im Historischen Kino mit Herz zu einem „Nostalgie-kult-kino-und-erlebniswochenende“.

2002

im Jahr 2002

landete ein unscheinbarer grauer Umschlag
aus Bonn im Briefkasten,
derfür reichlich Lokalrunden in Meyer’s
Gasthof sorgen sollte: Frau Prof. Dr.
Christina Weiß, Beauftragte
der Bundesregierung für Kultur und Medien,
zeichnete die Harsefelder Lichtspiele
für das hervorragende Kinoprogramm
aus. Der finale Beweis dafür, dass all
die Arbeit, die Leidenschaft und das
ständige Aufbäumen gegenüber einer
scheinbar übermächtigen Industrie
endlich Früchte trug. Ein Moment, wie
im Kino: Lachen, Weinen und
das große Hoffen auf eine gute Fortsetzung
– und die ließ nicht lang auf sich warten:
In den Folgejahren durfte Marga
Engelmann zahlreiche weitere Preise
für das von ihr entwickelte Konzept
entgegennehmen, das die Lichtspiele
bis heute prägt.

1990

die 90er Jahre

brachten jede Menge technologische Meilensteine und hatten neben Handys und dem Internet auch Multiplex-Kinos im Gepäck. Die vermeintliche Perfektionierung des Kino-Erlebnis ließ die Betreiber kleiner Lichtspiel-Häuser in Ehrfurcht erstarren. Marga Engelmann verstand jedoch schnell, welch goldene Chance sich im
Erwachen der Giganten verbarg. Denn während das Multiplex mit krachenden Hollywood-Blockbustern lockte, interpretierte sie das Kino-Erlebnis wie es ihr selbst als leidenschaftliche Cineastin so viel besser gefiel:
Mit besonderer Arthouse-Selektion, Themen-Reihen und dem regelmäßigen Filmstammtisch nutzte sie die
entscheidenden Vorteile der Unabhängigkeit und zauberte ein echtes Programm-Kino im Herzen Harsefelds.

1960

Anfang der 60er Jahre

verbreiteten sich TV-Geräte zunehmend und fesselten Filmbegeisterte an das Sofa im eigenen Wohnzimmer.
Das Ergebnis: Sinkende Besucherzahlen und die erste handfeste Krise für die Kino-Industrie der ganzen Welt.
Während sich tausende Filmsäle der schweren Zeit geschlagen gaben, setzte man in Harsefeld darauf, die jahrzehntelange Tradition durch Innovation zu bewahren – mit Erfolg! Das Verzehrkino brachte Familie Meyer den
großen Durchbruch. „Die heutige Vorstellung ist ausverkauft“ prangte es annähernd täglich über dem Eingang
an der Marktstraße, denn Kino war wieder ein Erlebnis. Getränke wurden selbst während der Vorstellung an
den Platz gebracht und die offizielle Raucherlaubnis pustete bläulichen Nebel in den Saal, der knapp über den
Köpfen der Besucher die Projektionsstrahlen brach. Die Lust am Leben war spürbar.

1950

die 50er Jahre

waren geprägt vom deutschen Wirtschaftswunder. Es war das Jahrzehnt von Petticoat und Motorroller, Elvis Presley und dem Fußballwunder von Bern. Unser Saal hatte
den Krieg weitestgehend unversehrt überstanden und die Sehnsucht nach lebensbejahenden Heimatfilmen war groß. Während Romy Schneider nicht nur Kaiser Franz,
sondern auch Kinogänger im ganzen Land verzauberte, nahm die technische
Entwicklung hinter den Kulissen Fahrt auf. Angesichts umsatzstarker Vorjahre konnten Karl-Friedrich und Erika Meyer investieren und spendierten dem Saal modernere
Projektoren, die sie einem abdankenden Kinobetreiber gebraucht abkauften.

1928

bereits 1928

brachten Friedrich Meyer und seine Frau
Minna die ersten bewegten Bilder auf die
Leinwand – in schwarz-weiss und ohne
Ton. Still war es während der Vorführungen jedoch nicht, denn Filmvorführungen
wurden damals noch mit handgemachter
Musik untermalt. Willi Glüsen, der ein kleines Geschäft im gleichen Gebäude betrieb,
verdiente sich die Ladenmiete als Klavierspieler im Kino.

…und wann waren Sie das letzte Mal im Kino?


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